Erzbischöfliche Weinkeller
Die Weinkeller unter dem Erzbischöflichen Schloss verbergen sich in sechs Metern Tiefe. Die ältesten Teile der Keller sind Mauerwerk der gotischen Burg aus dem 13. Jahrhundert. Sie können die Keller auf eigene Faust besichtigen oder an einer Führung mit Weinverkostung teilnehmen.
Geschichte und Gegenwart der Schlosskeller in Kroměříž
Die Geschichte der Keller ist eng mit der Geschichte der Stadt Kroměříž verbunden. Das grundlegende Datum ist das Jahr 1110, als der Olmützer Bischof Johann II. vom mährischen Markgrafen Otto die Marktgemeinde Kroměříž kaufte. Seitdem entwickelte sich der Ort dank der Bischöfe. Die größte Blüte erlebte er unter dem Olmützer Bischof Bruno von Schauenburg (1241–1281). Er erhob Kroměříž zur Stadt und errichtete an der Stelle des heutigen Schlosses eine gotische Burg. Die Stadt wurde mit Mauern umgeben, und die Kirche St. Mauritius wurde gegründet. Bruno gründete 1266 die Weinkeller, die später unter der Herrschaft Karls IV. erweitert wurden. König Karl IV. verlieh den Kellern im Jahr 1345 das Privileg, Messwein herzustellen.
Die Weinkeller sind Teil des Erzbischöflichen Schlosses in Kroměříž. Sie umfassen 1030 m² und sind in den Oberen und den Unteren Keller gegliedert. Das ganze Jahr über bewegt sich die Temperatur im Keller zwischen 9 °C und 11 °C – ein ideales Klima für die Herstellung von Messweinen bester Qualität.
Die Weinherstellung hat hier eine jahrhundertelange Tradition. Die Kellerwände sind mit Edelschimmel überzogen, der günstige Bedingungen für die Reifung des Weins anzeigt. Der Wein reifte in alten Holzfässern (das älteste Fass stammt aus dem Jahr 1805). Das größte Fass fasste bis zu 19 100 Liter. Die Keller sind täglich für die Öffentlichkeit geöffnet.
Kellerbesichtigung und Weinverkostung
Besichtigungen müssen im Voraus unter obchod@arcibiskupskevino.cz oder telefonisch unter +420 739 390 453 angemeldet werden.
- Preis der Besichtigung: 80 CZK pro Person
- Preis der Verkostung inkl. Erinnerungsglas: 150 CZK


