Bischöfliche Münzstätte
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In der Bischöflichen Münzstätte ist eine Sammlung von mehr als zehntausend Münzen und Medaillen untergebracht. Die Gold- und Silbermünzen der Münzstätte Kroměříž galten als Symbol des Reichtums, und ihr Ruhm übertraf sogar den der kaiserlichen Zahlungsmittel.
Den Grundstein für die hoch geschätzte Tradition der Münzprägung in Kroměříž legte Kardinal Dietrichstein, dem Kaiser Rudolf II. im Jahr 1608 dieses Privileg verlieh. Den größten Ruhm erlangten die Münzen aus Kroměříž jedoch unter Bischof Karl II. von Liechtenstein-Castelcorn. Er ließ 1665 das Gebäude der Münzstätte errichten, die heute die letzte erhaltene Münzstätte in Mähren ist.
Ein Teil der Maschinen wurde mit Wasser aus der benachbarten Mühle angetrieben, und die für die damalige Zeit fortschrittliche Ausstattung sorgte für eine sehr effiziente Prägung. In den folgenden Jahren soll die Münzstätte sogar mehr Münzen produziert haben als die kaiserliche Münzstätte in Breslau, was dem Kaiserhof ein Dorn im Auge war. Bischöfliche Münzen wurden in Kroměříž bis 1759 geprägt.
Das Gebäude gehört zum städtischen Denkmalschutzgebiet Kroměříž.



