Zum Inhalt springen
MojeKroměříž – Startseite
Route planen Website

Der Blumengarten in Kroměříž auf der UNESCO-Liste

In die UNESCO-Liste wurde der Blumengarten 1998 zusammen mit dem Schlossgarten und dem Erzbischöflichen Schloss aufgenommen.

Geschichte

Sein Eingangsgebäude schuf der Architekt Anton Arch in den 1840er-Jahren in ausgeprägt klassizistischem Stil. Aus derselben Zeit stammen auch die beiden Gewächshäuser hinter dem Eingangsweg. Im Jahr 1848 wohnte in dem Gebäude der Historiker Václav Vladivoj Tomek. Der Blumengarten selbst wurde ab 1665 über Jahrzehnte hinweg auf sumpfigem Gelände angelegt, das Bischof Liechtenstein trockenlegen ließ, um hier einen einzigartigen Garten im damals modischen französischen Stil zu schaffen. Abgeschlossen wird er von einer Säulengalerie, der sogenannten Kolonnade, mit 44 Statuen griechischer und römischer Götter sowie bedeutender Persönlichkeiten des damaligen öffentlichen Lebens. Der Haupteingang lag früher in der Mitte der Kolonnade; sein Portal auf der Seite zu Štěchovice hin schmückt die Büste des Bischofs mit einem Lobestext, der mit der feierlichen Einladung „Tretet ein, Gäste!“ beginnt, auf Lateinisch „Ingredere Hospes!“.

In der Mitte des Blumengartens steht ein Barockbau, die sogenannte Rotunde, reich verziert mit Statuen, Fresken und Stuck. Hier laufen von allen Seiten die geschnittenen Alleen dieses einzigartigen Gartens zusammen, dessen Gestalt Ausdruck der Zeit seiner Entstehung ist – des herrschaftlichen Absolutismus, in dem sich Mensch und Natur dem Willen des Herrschers unterordnen mussten. Das vollendete Werk wurde 1691 in Zeichnungen von Georg Matthäus Vischer festgehalten und vom berühmten Kartografen und Kupferstecher Justus van den Nypoort gestochen. Unter den hervorragenden Künstlern, die nach den Grundentwürfen des Bischofs die einzigartige Schönheit des Blumengartens schufen, sind unter anderem die Architekten Filiberto Lucchese und Giovanni Pietro Tencalla sowie der Bildhauer Michael Mandík zu nennen. Der Blumengarten ist ein nationales Kulturdenkmal ersten Ranges.

Bestandteile des geometrischen Gartens

Der Blumengarten ist ein außergewöhnliches Denkmal und gehört weltweit zu den bedeutendsten Werken der Gartenkunst. Er wurde 1665 auf einer Fläche von 300 × 485 Metern mit zahlreichen geometrisch geschnittenen Grünflächen und Blumenschmuck angelegt.

Zu den architektonischen Dominanten des axial gestalteten Gartens gehört die Rotunde, deren Skulpturen- und Malereischmuck Motive aus der antiken Mythologie aufgreift. Eine Besonderheit der Rotunde ist das Foucaultsche Pendel, das die Drehung der Erde um ihre Achse beweist – eines von vier Pendeln dieser Art auf der Welt.

Eine weitere Dominante des Blumengartens ist die 244 Meter lange Kolonnade mit Skulpturenschmuck. Der Blumengarten in Kroměříž wird Sie mit seiner schönen Verbindung von Gartenarchitektur, Baukunst und Bildhauerei begeistern.